Ein Regenbogen-Zebrastreifen für den Kiez

Die Geschwindigkeitsbegrenzung 30 km/h auf der Martin-Luther-Straße hat den Fluss des Autoverkehrs verstetigt. Fußgängern fällt es hier dagegen noch schwerer als zuvor, vom westlichen Teil der Fuggerstraße zum östlichen Teil zu wechseln.

Davon sind auch die Gäste des Kiezes betroffen, die von den Lokalen auf der einen Seite der Martin-Luther-Straße zu den Bars und Kneipen auf der anderen Seite gelangen wollen.

Dies veranlasst uns, hier für einen Fußgängerüberweg zu werben. Auch weil die öffentliche Debatte zuletzt den Eindruck erweckt hat, die Landespolitik interessiere sich nur für Radfahrer. Doch selbst diesen würde unsere Forderung helfen.

Mit einem in die Regenbogenfarben getauchten Zebrastreifen können wir hier zudem ein Zeichen für Diversity setzen. „Stay safe“ stellt dabei die Aufforderung an den Einzelnen, aber auch die Gesellschaft dar, sicher zu bleiben und bleiben zu wollen.

Nicht nur im Straßenverkehr ­ und

unabhängig von der geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung.

Unser verkehrspolitischer Sprecher im Abgeordnetenhaus Henner Schmidt hat den Senat nach den rechtlichen Voraussetzungen für eine Zebrastreife, vielleicht auch in einer besonderen Farbgebung befragt. Die Antwort steht noch aus.

Die FDP im Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird die Verkehrssicherheit für Fußgänger an dieser Kreuzung mit einem Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung zum Thema machen.

In aller Welt gibt es Städte, die mit Regenbogen-Zebrastreifen Farbe bekennen. In den us-amerikanischen Städten Atlanta, Long Beach, Los Angeles (Hollywood) und San Francisco gehören diese zum Stadtbild. Stockholm hatte einen solchen Pop-Up-Zebrastreifen vor der russischen Botschaft, um gegen Homophobie in Russland zu protestieren.

In Deutschland ist es Bielefeld. Stuttgart prüft die Einrichtung. Natürlich stoßen wir hierzulande auf besondere bürokratische Vorbehalte, wenn es um eine spezifische Farbgebung geht.

Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Menschen in ihrer Einzigartigkeit willkommen heißt und ihnen Sicherheit gibt.

Schon in der Bibel ist der Regenbogen ein Hoffnungszeichen. Wir setzen ein Zeichen, und darauf, dass sich die Hoffnung, angenommen zu werden, erfüllt.

Damit ist der Regenbogen-Zebrastreifen Ausdruck und Signal der gelebten, bereichernden, also wertvollen Vielfalt in Berlin.

Hervorgehoben

Heute, Samstag, 7. Mai 2022 um 16:30 Uhr präsentiert sich LiSL den Neumitgliedern und Interessierten im Rahmenprogramm zum Landesparteitag der FDP, Seminaris Campus Hotel, Takustr. 39, Berlin-Dahlem. Wir sind an beiden Tagen mit einem Infostand präsent. Wer Lust hat, kommt vorbei.👍 Der Parteitag berät auch unseren Antrag zur Unterstützng von Geflüchteten der Regenbogen-Community aus Staaten der Russischen Föderation. ... Mehr anzeigenWeniger anzeigen

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FDP-Fraktion im Rathaus von Charlottenburg-Wilmersdorf kritisiert und fragt: Warum sagt die Bezirksbürgermeisterin ihre Teilnahme bei der Gedenkveranstaltung zu Ehren von Dr. Magnus Hirschfeld ab?

Wie aus dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf zu erfahren war, wird die Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch (Grüne) aufgrund der vorläufigen Haushaltswirtschaft in diesem Jahr nicht am Gedenken zu Ehren des Sexualforschers Dr. Magnus Hirschfeld teilnehmen. Bisher hat das Bezirksamt die jährliche Gedenkveranstaltung zum 14. Mai, dem Geburts- und Todestag Hirschfelds an der Stele gegenüber dem Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 93, unterstützt. Dort hatte Hirschfeld bis zum Umzug in den heutigen Bezirk Mitte seine Wohnung und Arztpraxis.

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf, Felix Recke-Friedrich, hierzu:

„Die Absage ist eine große Enttäuschung und ein fatales Signal. Erst recht 125 Jahre nach der Gründung des Wissenschaftlich-humanitären Komitees. Diese weltweit erste Organisation, die sich für die Gleichberechtigung Homosexueller eingesetzt hat, wurde von Dr. Hirschfeld im Jahr 1897 gegründet wurde. Der Einsatz für Vielfalt, Toleranz und Offenheit darf nicht von klammen Bezirkskassen abhängig sein. Er lohnt sich immer, notfalls auch ohne Blumengesteck. Klare Worte wären ein guter Anfang. Die grüne Bezirksbürgermeisterin hat hier als Führungskraft eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion. Sie muss sich fragen, wie der Bruch mit einer bewährten Gedenktradition der Bezirksspitze in diesen Tagen anhaltender Diskriminierung und gewaltsamer Angriffe auf die Selbstbestimmung und Menschenrechte bei Freunden und Feinden der offenen Gesellschaft wirkt. Die „Regenbogen-Community“ braucht den sichtbaren Rückhalt nicht den Rückzug der Politik.“
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Liberale Präsenz beim Neujahrsempfang des Regenbogenfonds.

Neujahrsempfang des Regebogenfonds: Sebastian Czaja, Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender der FDP Berlin (Bild 1 und 2 in der Mitte) zeigt für Berlins Freie Demokraten Präsenz: Gerhard Hoffmann, der Mentor und Hauptredner der Veranstaltung (Bild 2; 1 v. re.) freute sich neben den Senatoren Lederer und Behrend auch einen liberalen Spitzenvertreter begrüßen zu können. Helmut Metzner, LiSL-Landesvorsitzender und Leiter der FDP-Landesgeschäftsstelle und LGBTI-politischer Sprecher der Landespartei Sebastian Ahlefeld (Bild 1; v. li. und 3. v. li.) freuen sich: Gesellschaftliche Vielfalt und Freiheit sind bei Berlins liberalen Abgeordneten Chefsache.